Warum Schreiben glücklich macht – Achtsamkeit & Selbstfürsorge mit Worten
- astridnowa
- 25. Okt. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Warum Schreiben glücklich macht
Manchmal frage ich mich, wie viele Gedanken einfach verschwinden, weil ich sie nicht aufgeschrieben habe. Deshalb versuche ich, so viele wie möglich festzuhalten, in Notizbüchern, auf Zetteln, in meinem Handy. Und jedes Mal, wenn ich schreibe, merke ich wieder: Schreiben macht mich glücklich.
Nicht, weil alles, was ich schreibe, Romanqualität hätte oder unfassbar tiefgründig wäre. Sondern weil Schreiben mir hilft, mich selbst zu spüren.
Schreiben bringt Ordnung in den Kopf und Ruhe ins Herz
Kennst du diese Tage, an denen der Kopf überläuft? Gedanken, Sorgen, To-do-Listen, alles durcheinander. Wenn ich dann zum Stift greife, passiert etwas Magisches: Die Worte nehmen dem Chaos die Schwere. Beim Schreiben werden Gedanken sichtbar, formbar, begreifbar.
Das ist der erste Grund, warum Achtsamkeit durch Schreiben funktioniert: Du hältst inne. Du hörst dir selbst zu. Du schreibst dich frei.
Schon 10 Minuten freies Schreiben pro Tag kann den Stresslevel senken und deine Stimmung verbessern. Es ist, als würde man innerlich aufräumen – ganz ohne Anstrengung.
Schreiben als liebevolles Gespräch mit dir selbst
Wenn ich schreibe, rede ich nicht mit der Welt, sondern mit mir. Und das ist etwas, was wir viel zu selten tun. Im Schreiben darf alles Platz haben, Zweifel, Sehnsucht, Wut, Freude. Niemand bewertet, niemand widerspricht. Es ist Selbstfürsorge in ihrer klarsten und ehrlichsten Form.
Gerade das Journaling, also das bewusste Tagebuchschreiben, ist ein echter Glücksbooster. Es hilft mir, lebendiger zu sein, Muster zu erkennen und Gedanken liebevoll loszulassen. Schreiben ist wie ein stiller Freund, der einfach zuhört.
Kreatives Schreiben: Flow, Freiheit und Freude
Manchmal fließt das Schreiben einfach. Ein Gedanke führt zum nächsten, Zeit und Raum verschwinden. Ich bin dann ganz im Moment, und genau das ist dieser berühmte Flow-Zustand, von dem Psychologen sprechen. Ob das irgendeine Ähnlichkeit hat mit dem Zustand des Runner´s High, also von z.B. Marathonläufen, weiß ich nicht, aber die Beschreibungen finde ich ähnlich.
Egal ob du Geschichten erfindest, Briefe schreibst, Geschehnisse festhältst, Sorgen und Freuden auf das Papier bringst oder nur ein paar Zeilen am Morgen notierst: Freies Schreiben macht glücklich, weil es uns mit unserer inneren Kreativität verbindet. Es erinnert uns daran, dass wir Schöpferinnen und Schöpfer sind – nicht nur von Texten, sondern vor allem von unserem eigenen Leben.
Mein kleines Glücksritual: Schreiben jeden Morgen
Ich schreibe jeden Tag ein paar Zeilen. Keinen Roman, kein Tagebuch, einfach Gedanken. Drei Dinge, für die ich dankbar bin. Ein Satz, der mich inspiriert. Etwas, das mich beschäftigt.
Dieses Ritual dauert kaum fünf Minuten, aber ich starte ruhiger, klarer, bewusster in den Tag. Das Schreiben ist mein Anker, meine kleine Dosis Achtsamkeit. Funktioniert natürlich auch zu anderen Tageszeiten.
Schreiben ist die einfachste Form von Glück
Du brauchst keine perfekten Worte, um glücklich zu schreiben. Nur Offenheit. Fang doch einfach heute an. Öffne ein Notizbuch (z.B. von www.astrid-aenne.de), schreib deinen Tag auf, einen Traum, einen Gedanken.
Vielleicht wirst du feststellen: Das Glück steckt zwischen den Buchdeckeln.
Viel Spaß beim Ausprobieren



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